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Tchibanga ist eine Savannenstadt, an einem Fluss auf weiter Fläche gelegen. Es ist der Nyanga Fluss, den man auf der Strasse nach Mayumba überquert. Eine breite Avenue führt zum Hügel, auf dessen Kuppe man schon von weitem das Gebäude der Telefongesellschaft Celtel in seinen typischen Farben sieht. Rechts davon führt die Strasse zu einem grösseren Platz, wo auf der einen Seite die Verwaltungsgebäude wie Präfektur, Regierungsgebäude, Wasser- und Forstamt, Post und Gendarmerie liegen. Auf der anderen Seite ist das Büro des Nationalpark von Moukalaba Doudou. Geht man links vom Celtel Gebäude, kommt man ins Einkaufszentrum mit verschiedenen Supermärkten, vielen Geschäften, dem eigentlichen Markt und dahinter der Busbahnhof, wo die Buschtaxis nach Mayumba, Gamba, an die Grenze zum Kongo und entlang der Hauptverbindung über Mouila, Lambaréné nach Libreville fahren. Links und rechts der erwähnten Hauptstrassen befinden sich verschiedene Restaurants und Bar, welche vor allem gegen Abend gut besetzt sind. Hier erfährt man bei einer Flasche Bier alle Neuigkeiten über das Land, die Gegend und die Stadt. Der Flughafen, welcher montags und freitags Flüge in die Hauptstadt anbietet, befindet sich etwas ausserhalb der Stadt, an der Strasse nach Mourindi. Dies ist auch die Strasse zum Nationalpark von Moukalaba Doudou, welcher rund 50 km entfernt liegt.

Tchibanga ist das Zentrum einer reichen Provinz und verfügt somit nicht nur eine Tankstelle, sondern auch über eine Vielzahl von Geschäften, wo man alles finden kann. Die Savanne ist zwar für die nahe Umgebung bestimmend, die Waldgebiete sind jedoch nicht weit entfernt. Vor allem im Umkreis der wasserreichen Flüsse trifft man auf Bewaldung. 75 % der Region sind bewaldet, dazu gehört der natürliche Palmenwald in der Nähe von Moabi. Tchibanga ist ein wichtiges Forstzentrum. In Ilala, 10 km entfernt, wurde Dolomit entdeckt, der gebrochen wird und eine beträchtliche Tagesproduktion an Splitt ergibt, der beim Strassenbau beste Verwendung findet. In Richtung Mayumba, etwa 30 km von der Stadt entfernt, wird ein Marmorbruch ausgebeutet. Das Lager erstreckt sich über 20.000 km2 entlang des Pousse-Oussou Flusses und hat eine Mächtigkeit von 50 Metern. Seine Güte und sein elegantes, graugeädertes Weiss versprechen eine grosse Zukunft. Weiter von der Stadt entfernt, in Richtung Milingi hat man ein Eisenerzlager entdeckt. Seit einigen Jahren hat man auf dem Agrarsektor die Reiskultur eingeführt. Dau kommt auch Gemüseanbau wie Kohl, Paprikaschoten, Tomaten, Auberginen, Bohnen und Salat.

Verschiedene Hotels und Restaurants machen Tchibanga zum idealen Ausgangspunkt für die Besichtigung der Region. Ob der Nationalpark von Moukalaba Doudou (ohne touristische Infrastruktur), die 700 m hohen zerklüfteten Mayumbaberge oder an den Atlantik nach Mayumba, das in einem Tag besichtigt werden kann aber ein längerer Aufenthalt lohnt durchaus. Erwähnenswert ist der Mayumba Nationalpark, dessen Eigenheit darin besteht, dass das Schutzgebiet sich mehrheitlich aufs Wasser bezieht. Der Nyanga Fluss ist zwar bis zur Mündung schiffbar, bei Disotou gibt es aber eine fast unpassierbare Stelle.

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