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makokou

makokou luftaufnahme
Makokou
Bevor es Hauptstadt von Ogooué-Ivindo wurde, war Makokou zunächst eine Militärstation, die hier in dem dammaligen Dorf gleichen Namens 1912 eingerichtet wurde. Der Name bedeutet übrignes soviel wie Geröll und das auf Grund der Felsen, die im Bett des nahe am Ort vorbeiführenden Ivindo eine Reihe von Wasserfällen und Wirblen hervorrufen. Seit Menschengedenken ist Makokou auf Grund seiner Lage in einem vom Kamerun her leicht zugänglichen Tal Wegstation gewesen. Während der aufeinanderfolgenden Wanderungen der Pygmäen, der Bakeles und der Bakotas war es wahrscheinlich vielumstritten. Die Pygmäen haben sich in die tiefen Wälder der Nordostregionen zurückgezogen, die Bakeles sind nach Südwesten abgewandert und die Bakotas sind die Herren des Landes geblieben. Später nahmen sie noch eine Kolonie der Fanks auf, deren dichtes Siedlungsgebiet im Norden Ausläufer bis hierher hat. Die Wanderzüge der Nomadenvölker mögen im Ivindotal gerade noch möglich gewesen sein, zur Abwicklung eines nennenswerten Handelsverkehrs zur Küste aber war es wegen der Wegelosigkeit kaum geeignet. Somit hat Makokou lange Zeit hindurch ein wirtschaftliches Schattendasein geführt. Der Bau des Flugplatzes, der von Air Services jeden Dienstag (jährlich) und Samstag (nur Sommer) angeflogen wird, schliesst die Region an den Rest des Landes an. Gänzlich können die Schätze der Provinz, Holz und Eisenerz, aber erst durch den geplanten Bau des Bahnbetriebes erschlossen werden. Die Landwirtschaft ist bis heute auf den lokalen Bedarf eingestellt, aber es gilt zu beachten, dass die gesamte Provinz für den Obstbau sehr geeignet ist.
Makokou gilt als Betreuungsstelle der Region und zwar besonders seit es 1975 in den Rang einer mit allen Rechten ausgestatteten Stadtgemeinde erhoben worden ist. Die Verwaltungsorganisation ist abgeschlossen. Sozialeinrichtungen und Wohnungsbau wurden gefördert. Unterkünfte und Hotels verschiedenster Klasse bieten den Besuchern die Möglichkeit ein paar Tage in der Gegend zu bleiben.
Unweit Makokous mündet der Liboumba in den Ivindo. Wenn man vom Flughafen her kommt, fährt man zuerst durch den Unteren Stadtteil. An der grossen Kreuzung rechts ist der “Busbahnhof” von wo vorwiegend vormittags die 4x4 und Lastwagen mit Gepäck und Fahrgästen in die verschiedenen Richtungen fahren. Der Brücke gegenüber steigt die Strasse bergan bis zum Oberen Stadtteil mit dem Markt, mehreren Geschäften und Post, aber keiner Bank!
Mit einer gemieteten Piroge kann man zu der zehn Kilometer ivindoabwärts gelegenen Sehenswürdigkeit der Loa-Loa Fälle fahren. Das Wasser verschiedener Richtungen stürzt sich in Kaskaden herab und zwängt sich durch die Tiefe des Flussbettes, an dessen Ufern eine undurchdringliche Vegetation wuchert.
Die Begleitung eines Führers ist beim Besuch von Dörfern angeraten, denn er wird genau wissen, wo ein Fest begangen wird und wo dieser oder jener Handwerker, Bildschnitzer, Schmied oder Flechter wohnen. Zu REcht ist die Kunst der Bakotas berühmt für ihre mit Metallplatten eingelegten Masken und für die aus rotem N’Tinsgoholz geschnittenen Statuetten. Aus diesem Holz wird übrigens auch der Farbstoff gewonnen, mit dem man Masken und Statuetten bemalt und rituelle Motive auf Gesicht und Körper aufträgt.
Im Innern der Wälder der gesamten Region kann man unter Leitung eines Führers Pygmäenlager antreffen. Biweilen wagen sich die Pygmäen bis in die Bakotadörfer vor. Es ist jedoch ein ganz anderes Erlebnis, dieses zurückhaltende, aber freundliche Volk in seinen Lagern selbst aufzusuchen.
 
Makokou ist aber auch Ausgangspunkt für die Fahrt in den Ivindo National Park mit seinen Kongou Wasserfällen und der salzhaltigen Lichtung von Momba und Langoué. Letztere kann zur Zeit nicht besichtigt werden.
 
Die Wasserfälle von Kongou gehören sicher zu den eindrucksvollsten Zentralafrikas. Auf einer Länge von fast enem Kilometer reihen sich verschiedene Wasserfälle mit unterschiedlichen Höhen bis zu 56 Meter aneinander. Zu den Fällen gelangt man lediglich auf dem Wasserweg. Die motorisierte Piroge von Makokou benötigt rund 3 Stunden. Bereits die Fahrt flussabwärts ist ein Erlebnis für sich. Wir fahren vorbei an kleineren Inselchen und, je nach Jahreszeit, Sandbänken. Verschiedene Stromschnellen müssen überwunden werden. Das Camp FIGET liegt ganz in der Nähe der Fälle und bietet den Besuchern eine einfache Unterkunft, welche für die Ausflüge in die Umgebung genutzt werden kann. Der Camp besteht aus 3 Hauptbungalows, welche insgesamt 16 Besuchern Herberge geben können. Zu den nahen Wasserfällen gelangt man entweder zu Fuss oder mit Pirogen, die gerudert werden. Ein Tag ist für die Anreise und für einen ersten Besuch der Fälle einzuplanen. Am zweiten Tag gelangt man zu den Fällen “Bouilla Na Ngondé”, was soviel wie Sonne und Mond bedeuten. Die Fauna um die Wasserfälle ist sehr dicht, was eine Beobachtung der Tierwelt sehr erschwert. Dazu kommt, dass weiter oben am Lauf des Ivindo ein Wasserkraftwerk geplant ist, das eine chinesischen Firma mit Strom für den Erzabbau versorgen soll.
 
Die salzhaltige Lichtung von Momba wird durch einen Nebenfluss des Mouniandjé durchzogen. Die Lichtung ist von Makokou aus ebenfalls mit einer motorisierten Piroge zu erreichen. Die Fahrt dauert rund 12 Stunden und zusätzlich gibt es zum Schluss gilt es noch eine Strecke von rund drei Stunden zu wandern. Eine andere Möglichkeit wäre mit einem 4x4 von Makokou nach Milonda zu fahren, rund vier Stunden und dann auf einem sieben stündigen Fussmarsch bis zum Camp Milonda zu gelangen. Von hier aus sind es dann noch drei Stunden bis zur Lichtung. Fast alle salzhaltigen Lichtungen im Urwald, können als Zoo bezeichnet werden. Denn hier trifft sich am späten Nachmittag die lokale Tierwelt. Waldelefanten, Flachlandgorillas und Büffel sind dabei nur die Hauptdarsteller. Die ganze Herrlichkeit wird untermalt vom fleissigen Gezwitscher der zahlreichen Vogelwelt.
Wasserfälle Kongou
kongou camp
kongou fälle

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