lopé

Nationalpark Lopé

Dieser Park war das erste Wildschutzgebiet in Gabun, liegt im Zentrum des Landes und wurde 1946 gegründet. Lopé ist mit 4.910 km2 einer der größten Nationalparks Gabuns und ist bekannt für seine Urwälder, Savannen und Flüsse, welche das Landschaftsbild prägen. Ein Bild Zentralafrikas während der Eiszeit. Denn dieses Phänomen dürfte dem raschen Klimawechsel während der letzten Eiszeit zu verdanken sein. Während der Eiszeit bereitete sich die Savanne rasch und zu Lasten der Waldgebiete aus und in der anschließend einsetzenden Erwärmungsphase begann der Wald sich wieder rasch auszubreiten. Eine Art Fleckteppich aus Regenwald uns Savanne ist das heutige Ergebnis. Im Park leben über 60 verschiedene Säugetiere. Die Tierwelt umfasst neben Waldelefanten, Büffeln, Flachlandgorillas und Schimpansen auch eine weitere spezielle Primaten Art, den Mandrill. Auch die Vogelwelt ist mit über 400 verschiedenen Arten vertreten. Aktivitäten mit 4x4, zu Fuss und im Boot. In kleinen Gruppen durchstreift der Besucher zusammen mit den Forschern, Parkwächter und Spurenlesern den Wald auf der Suche nach den verschiedensten Tieren.

Das in den Tiefen des Regenwaldes gelegenen Mikongo Primatenforschungscamp erreicht man nach einer rund 90 minütigen Fahrt mit 4x4 auf einer engen Dschungelpiste. Das Camp wurde von der ZSL (Zoologial Society of Londen) errichret. Es eignet sich für Tierbeobachtungen im Wald, vor allem von Primaten wie Schwarze Colobusaffen, Blaumaul-Meerkatzen, Große Weißnasen-Meerkatzen, Kronen-Meerkatzen, verschiedene Mangaben, den farbenprächtigen Mandrills sowie Schimpansen und auch Flachlandgorillas. Auch Sitatungas, Ducker-Antilopne, Waldelefanten, Pinselohrschweine, Rotbüffel und Leoparden können mit etwas Glück beobachtet werden. Reptilen wie Krokodile, Echsen, Vipern, Mambas und Cobras sind ebenfalls Bewohner des Urwaldes. Jeweils vier Besucher werden von einem Guide begleitet. Wanderungen auf der Suche nach Tieen im dichten Wald gehören sicher zu den eindrücklichsten Erlebnissen.

Das Mikongo Forschungscamp ist eine einfache Anlage und besteht aus sechs Holzhäusern, jedes mit eigener Terrasse, Badezimmer mit Dusche und Moskitonetz. Die Räume sind so geplant, dass sie ohne Einsatz von Klimageräten auskommen. Ein kleiner, romantisches Restaurant gehört zur Anlage.

Lage: Der Nationalpark Lopé (4.970 km²) befindet sich im nördlichen Teil des Chaillu-Massivs im Herzen Gabuns. Diese Gegend vereint die Spuren der ältesten Menschen von vor 400.000 Jahren im bewaldeten Zentralafrika mit den ersten Höhlenmalereien.

Lebensraum und Notwendigkeit der Erhaltung: Das Chaillu-Massiv enthält die ehemaligen Savannen, die es dort schon seit mindestens 40.000 Jahren gibt, sowie eine Waldregion, die als „Refuges Pléistocènes“ bezeichnet wird und die in Bezug auf ihre biologische Vielfältigkeit am mannigfaltigsten in ganz Afrika ist. Die drei Nationalparks des Massivs (Birougou, Lopé und Waka) sind bekannt für ihren großen floristischen Reichtum. Die Marantaceae-Wälder des Lopé-Nationalparks besitzen die größte tierische Biomasse aller tropischen Regenwälder der Welt. Der Nationalpark Lopé ist außerdem bekannt für seine großen Mandrill-Herden.

Bedrohungen: Als die wichtigsten Bedrohungen werden die Ausbeutung der Wälder an den Grenzen des Nationalparks mit den einhergehenden Problemen, besonders der Wilderei, sowie die Gegenwart der Menschen im Park angesehen.

Logistische Aspekte:

 

Aktuelle Situation

Geplante Anlagen bis Ende 2009

Anreise und Transport

Die Anreise ist relativ einfach über die Straße, mit einem Flugzeug oder mit dem Zug (letzterer bietet aber einen kaum zufriedenstellenden Service)

Projektbeschreibung TDA läuft

Infrastruktur

Im nördlichen Sektor ist eine Verwaltungsinfrastruktur vorhanden

Vollständige Infrastruktur

Personal

ein Parkwächter; Personal ECOFAC im nördlichen Sektor vorhanden

vollständiger Personalbestand

Derzeitige Partner: WCS, ECOFAC, ZSL, TotalFinaElf, CIRMF, Hotel von Lopé, NSG, RAPAC, Gesellschaften für die forstwirtschaftliche Nutzung (Leroy, Bordamur). Die Hauptpartner des CNPN im Nationalpark Lopé sind ECOFAC und WCS.

Gegenwärtige Finanzierungsquellen: WCS, CARPE, EU

Wirtschaftliches Potential: Wichtiges ökotouristisches Potential durch die relativ einfache Anreise und die bereits vorhandene Infrastruktur (Mikongo, Hotel von Lopé, Öko-Museum, etc.).

Ziele der Parkleitung: Eingrenzung des Nationalparks (einschließlich Verhandlungen/Abstimmung mit der ansässigen Bevölkerung); Aufbau des Personals und des vollständigen Leitungssystems; Ausarbeitung eines Plans der Anlagen; Einrichtung und Aufwertung des Ökotourismus in Abstimmung mit dem privaten Sektor; Lösen des Konflikts mit den Gesellschaften für die forstwirtschaftliche Nutzung rund um den Park; Bildung eines Personalstammes.

Lope map
lopé un almanach equatorial