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Der Gottesdienst, der am Sonntagmorgen in der Kirche Saint-Michel gefeiert wird, zieht viele Gläubige, aber auch Ungläubige an. Die Kirche selbst hat nichts der modernen europäischen Architektur zu verdanken, obwohl sie neu ist. Sie wurde nämlich erst 1961 gebaut. Die 31 Holzsäulen, die von einem blinden Künstler mit Skulpturen verziert wurden, stellen Szenen aus dem Alten und Neuen Testament dar. Bemerkenswert ist der naive Stil voller Kraft und Phantasie. Wenn die Säulen auch in erster Linie als Dachstützen und leichte Gitter, die von überall die Luft durchziehen lassen, dienen, so bieten sie gemäß der großen afrikanischen Tradition, wo es Kunst um der Kunst willen nicht gibt dem Pfarrer die Möglichkeit, die Katechese zu verdeutlichen. Der Andrang der Leute am Sonntag hat noch einen zweiten Grund: das Hochamt wir in einheimischer Sprache gesungen und von Liedern in M’Pongwe und von Tamtams begleitet. Nach den Aussagen mancher Leute würden die Anwesenden auch tanzen. Für Tänze kann nicht garantiert werden, aber Musik und allgemeine tiefe Inbrunst sind bestimmt anzutreffen.
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