ivindo

Nationalpark Ivindo

Paradiesische Landschaft mit schäumenden braunen Wasserfällen mitten im Urwald. Der Nationalpark umfasst rund 3000 km2 und liegt südlich der Stadt von Makokou zwischen den beiden Flüssen Ivindo und Ogooué. Die Wasserfälle Kongou und Mingouli, welche von einer Höhe von 56 Metern in die Tiefe stürzen, gelten zu den schönsten in Zentralafrika. Bei den Wasserbecken treffen sich Waldelefanten, Flachlandgorillas, Schimpansen, Meerkatzen, Mandrille, Büffel, Sitatunga und weitere Säugetiere. Nicht vergessen darf man die zahlreiche, vielfältige Vogelwelt. Von Makakou aus gelangt man mit traditionellen Piroguen, aber motorbetrieben, in rund vier Stunden zu den Fällen. Die Fahrt führt durch von Menschenhand unberührten Urwald. Graupapageien begleiten uns auf der Reise. Das Camp, gegründet von FIGET, ist sehr einfach und besteht aus zwei Holzhäusern mit je vier Zimmern, einen Sanitärblock mit zwei Duschen und zwei Toiletten und ein Gemeinschaftsraum mit herrlicher Sicht auf die Wasserfälle. Von hier aus unternehmen die Besucher Streifzüge in die Umgebung mit geschulten örtlichen Parkwächtern, welche den Besuchern mit traditionellen Techniken zu den Tieren führen. Bei einer erst im Jahre 2006 entdeckten Waldlichtung, Momba Bai, welche man durch eine längere Reise in Piroguen und zu Fuß erreicht, können Waldelefanten, Büffel, Flachlandgorillas und andere Tiere beobachtet werden.

Lage: Der Nationalpark Ivindo (3000 km²) liegt im Nordosten des Landes, südlich der Stadt Makokou. Er enthält die größten Wasserfälle Zentralafrikas (mit Ausnahme des großen Flusses Kongo). Ein Geländeabschnitt (Ipassa- Makokou) wurde 1983 in das weltweite Netzwerk der Biosphärenreservate aufgenommen.

Lebensraum und Notwendigkeit der Erhaltung: Die sumpfige Lichtung („baï “) von Langoué beherbergt die größten Bestände an Elefanten und Gorillas in Gabun. Der Nationalpark umfasst außerdem wichtige Bestände an großen Affen. Die Ökologie der Region ist vergleichsweise gut bekannt. Dies ist auf die Präsenz der Forschungsstation IRET in Ipassa und der biologischen Mission in Makokou (in den Jahren 1960 – 1970) zurückzuführen.

Bedrohungen: Die Hauptbedrohungen des Nationalparks Ivindo sind die Ausbeutung der Wälder und die Probleme, die vor allem durch die Wilderei entstehen. Aber in dieser Region sind nicht nur die Bestände an Gorillas und Schimpansen bedroht, sondern auch die menschliche Bevölkerung, da hier die Ebola-Epidemie auftritt.

Logistische Aspekte:

 

Aktuelle Situation

Geplante Anlagen bis Ende 2009

Anreise und Transport

Die Anreise erfolgt relativ einfach vom Norden aus über Makokou (Straße/Flug) und vom Süden aus über Ivindo (Eisenbahn). Longoué Bai kann zur Zeit nicht besichtig werden!

Projekt TDA

Infrastruktur

Eine grundlegende Infrastruktur ist vorhanden

durchschnittliche Infrastruktur

Personal

ein Parkwächter; Basis-Personal vor Ort

durchschnittlicher Personalbestand

Derzeitige Partner: WCS, FIGET, CIFOR/IRET, Gesellschaften für die forstwirtschaftliche Nutzung. Der Hauptpartner des CNPN im Nationalpark Ivindo war die WCS bis August 2007.

Gegenwärtige Finanzierungsquellen: CARPE, GCF/CI, LCAOF, Pond Foundation

Wirtschaftliches Potential: Dem Nationalpark Ivindo wird ein hohes touristisches Potenzial zugesprochen, das auf den majestätischen Wasserfällen des Kongos und von Mingouli, auf der Bai von Langoué und auf den Möglichkeiten der Beobachtung von Elefanten, Gorillas und anderen Tierarten des Waldes beruht. Die Flüsse Ivindo und Djidji stellen eine bemerkenswerte Landschaft für Expeditionen mit dem Kajak oder Kanu dar.

Ziele der Parkleitung: Aufbau der Infrastruktur, des Personals und des vollständigen Leitungssystems; Ausarbeitung eines Plans der Anlagen; Einrichtung und Aufwertung des Ökotourismus in Abstimmung mit dem privaten Sektor; Abstimmung mit den Anwohnern; Lösen des Konflikts mit den Gesellschaften für forstwirtschaftliche Nutzung rund um den Park; Bildung eines Personalstammes.

Ivindo map
Wasserfalle_Kongou_02
Ivindo buch