Gorillas

gorilla
gorilla baby
Gorillas sind die größten Menschenaffen, die heute auf der Erde leben.
Ausgewachsene Männchen werden bis zwei Meter groß und bringen fast 300 Kilogramm auf die Waage. Gorillas sind intelligente, soziale Tiere, die in Familienverbänden aus mehreren Weibchen mit vier bis fünf Jungtieren und einem dominanten Männchen, dem Silberrücken, leben.
Da Gorillas sich hauptsächlich von kalorienarmer vegetarischer Kost ernähren, verbringen sie einen Großteil ihres Tages mit Fressen. Dabei halten sich die tagaktiven Tiere meist am Boden auf. Wie alle großen Menschenaffen bauen sich auch Gorillas aus Blättern und Zweigen, meist am Boden, ein Schlafnest für die Nacht.
Es gibt zwei Gorillaarten, den Westlichen und den Östlichen Gorilla, die räumlich getrennt voneinander in Zentralafrika vorkommen. Beide Arten werden in jeweils zwei Unterarten unterschieden. Für den Östlichen Gorilla sind das der Grauergorilla (oder Östlicher Flachlandgorilla) und der Berggorilla. Vom Westlichen Gorilla wiederum gibt es die Unterarten Westlicher Flachlandgorilla und Cross River-Gorilla. Der Berggorilla zählt zu den am stärksten vom Aussterben bedrohten Affen weltweit.
Die Vereinten Nationen eröffneten im vergangenen Dezember auf der 9. Vertragsstaatenkonferenz zur Erhaltung wandernder Wildtierarten in Rom das „UN-Jahr des Gorillas". Aus gutem Grund: Alle vier Gorilla- Unterarten sind derzeit auf der Roten Liste zu finden.
Nur noch rund 300 Cross River-, 720 Berg- und höchstens 5000 Östliche Flachlandgorillas durchstreifen den Dschungel. Hauptbedrohungsfaktoren sind Wilderei und Lebensraumzerstörung. Daneben häufen sich Anzeichen, dass das gefährliche Ebolavirus ganze Gorillabestände auslöscht.
Der WWF befürwortet daher ein geplantes, länderübergreifendes Monitoring-System für Gorillas, die sich auf ihren Wanderungen durch den Regenwald nicht von Staatsgrenzen aufhalten lassen. Außerdem fordert die Umweltstiftung eine effektive Bekämpfung der Wilderei und einen Stopp der Waldrodungen.
Menschenaffenfleisch gilt inzwischen in wohlhabenden und urbaneren Gesellschaftskreisen Afrikas als Delikatesse. Ein Wilderer kann in einem Jahr mehr als 30 Gorillas töten. Doch wer mit Menschenaffenfleisch handelt, um seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, der beraubt nachfolgende Generationen ihrer finanziellen Grundlage. Die seltenen Großaffen gelten schließlich als wichtigstes Standbein des örtlichen Tourismus.
Rodungen, gefolgt von Straßenbau, Bergbau und anderen Infrastrukturprojekten, setzen den Menschenaffen ebenfalls zu. Sollte keine Kurskorrektur erfolgen, werden nach Schätzungen des WWF bis zum Jahr 2030 über 90 Prozent des heute noch vorhandenen Gorilla-Lebensraums zerstört sein. Zusätzlich vergrößert die Nähe zu den Menschen die Gefahr, dass Krankheiten wie Masern oder Tuberkulose auf die Tiere überspringen.

Schritt für Schritt folgen wir dem örtlichen Parkführer durch das Unterholz. Es wird immer matschiger und der Weg, trotz stabilem Schuhwerk, immer schwieriger. Immer tiefer sacken wir in den Schlamm. Und dann, streng stinkende, natürliche Hinterlassenschaften der Gorillas liegen vor uns auf dem Weg. Sie sind noch frisch, die Tiere müssen ganz in der Nähe sein! Dann steht plötzlich ein Gorilla vor uns! Ein Gorilla, der sich nicht an die Parkvorschriften von nicht näher als fünf Meter an uns heranzumachen, hält. Da steht der Silberrücken mit seinen 200 Kilo Lebendgewicht!

gorilla im wald

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