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Nach der Dichte des Urwaldes hat man, wenn in Franceville angekommen, den Eindruck, mit einem Mal auf einen anderen Erdteil verschlagen zu sein. Die abgerundete, stark gewellte Hügellandschaft ist zwar nicht anders, aber irgendwie scheint die Natur massvoller angeordnet und man sieht den sich waagrecht ausdehnenden Himmel, von dem man zuvor immer nur senkrechte, von Ästen und Bäumen zerfetzte Stücke erblickte. In der Gegend von Franceville besteht ein harmonisches Sein zwischen Wald und der Savanne und man wird es nicht müde, diese abwechslungsreiche Landschaft zu betrachten. Von den Niederlassungen der von Savorgnan de Brazza zurückgelassenen französischen Marineoffizieren ist nichts mehr vorhanden.Franceville wurde lange Zeit hindurch einmal diesem, einmal jenem Gebiet angegliedert und war auch Teil der Kongo-Kolonie. Bis anfangs der 1970er Jahre war mangels Verkehrsverbindungen das Haut-Ogooué Gebiet vom übrigen Gabun abgeschlossen. Durch die entdeckten Erzvorkommen hat die Stadt an Bedeutung gewonnen. Franceville wurde über Lastoursville und Ndjolé mit Libreville verbunden. 1973 begann man auch mit dem Bau der Eisenbahn, welche Ende 1987 fertig gestellt wurde. Nun kann der Reisende von der Hauptstadt auf 660 Kilometer in rund 10 Stunden durch den Urwald nach Franceville gelangen. Gleichzeitig wurde auch ausserhalb der Stadt ein Flugplatz gebaut.

Zur Geschichte der Stadt gehört sicher auch die Biographie des Präsidenten Bongo, der als Albert-Bernhard am 30. Dezember 1935 als Sohn des Dorfvorstehers von Lewai in der Nähe von Franceville, heute Bongoville. Zur Fortsetzung seines Studiums musste er sein Dorf verlassen. Zuerst besuchte er die staatliche Schule von Bacongo in Brazzaville, dann das Collège technique, wo er erst Handelsabitur, dann Abitur in Philosophie ablegte. Er arbeitete kurze Zeit bei der Post und entschloss sich dann Pilot zu werden. Die entsprechende Aufnahmeprüfung bestand er erfolgreich. Auf den Eintritt in den Wehrdienst wartend, verblieb er im öffentlichen Dienst. 1959 heiratete er. Dann tritt er in die Luftwaffe ein und dient in Brazzaville, Bangui und Fort-Lamy. Nach der Entlassung aus dem Militärdienst, nimmt er seine Arbeit für die Verwaltung im Dienst des Aussenministeriums auf. Bei der Unabhängigkeitserklärung ist er also im öffentlichen Dienst und wird sehr bald zum engen Mitarbeiter des Präsidenten Léon Mba. Zuerst als stellvertretender Direktor, dann als Kabinettschef es Präsidenten. Nach den Präsidentschaftswahlen vom März 1967 wurde er zum stellvertretenden Staatspräsidenten gewählt. Nach dem Tod von Präsident Mba kam er im Dezember 1967 ins Amt des Staatspräsidenten, wo er heute noch ist und waltet.

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