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Nationalpark Akanda
 
Im Nordosten der Hauptstadt Libreville an der Bucht des Mondah und Corisco liegt der Nationalpark Akanda. Der Park kann nur auf dem Wasserweg besichtigt werden. Am Rande der Stadt bei einheimischen Fischern mieten wir dessen motorisierte Piroge und lassen uns durch die hier in der Bucht fließenden Flüsse und Kanäle fahren.
Links und rechts dicht am und im Wasser wachsen Mangroven. Ein ideales Gebiet für unzählige Vogelarten, die hier ständig hausen oder während des europäischen Winters hierher ziehen.
Die weiten Sandbuchten mit seichtem Wasser sind der ideale Brutort der Lederschildkröten, welche zur Eiablage von weit entfernten Orten wie Brasilien hier her kommen. Wo diese Tiere ihre Jungen aufziehen, ist eine einwandfreie Wasserqualität garantiert. Nicht vergessen darf man in diesen Gewässern des Atlantiks ein riesiges Fischreich. Im Nationalpark leben in zwei kleinen Dörfern (Moka rund 60; Ille Nendi rund 100 Einwohner) Fischer, welche auf traditionelle Weise den Fischfang tätigen. In den Pirogen werden Netze durch die Wasser geschleppt. Ein Teil des Fanges wird als Frischfisch in der Hauptstadt verkauft. Der größere Teil wird geräuchert, womit der Fisch länger genießbar bleibt. Ein Besuch in einer der Fischerdörfer lohnt sich, kann ich doch ungestört den Frauen bei der Zubereitung der Fische zusehen.
Lage: Der Nationalpark Akanda (540 km²) liegt ein paar Kilometer nordöstlich von Libreville. Er setzt sich zusammen aus den Buchten von Corisco und Mondah und den Mangroven Wäldern an der Küste, die sie einschließen.
 
Lebensraum und Notwendigkeit der Erhaltung: Die geschützten Buchten, die Mangroven und die seichten Küsten im Nationalpark Akanda ziehen die größten Schwärme an Zugvögeln in ganz Gabun an, ganz besonders die Scherenschnäbel. Der Wasserlebensraum besteht aus Versorgungszonen, die für die Wasserschildkröten von größter Wichtigkeit sind. Den Mangroven und den Mündungen kommt in ihrer Eigenschaft als Nahrungsquelle und Regenerationszone für die Fische und die Krustentiere eine hohe wirtschaftliche Bedeutung zu.
 
Bedrohungen: Die hauptsächliche Bedrohung von Akanda resultiert aus der unkontrollierten Fischerei durch die ausländischen Fischer, die im Inneren des Parks leben, aus der Ausbeutung der Wälder, aus der Urbarmachung für die Landwirtschaft und aus dem menschlichen Verhalten im Einzugsgebiet oberhalb des Parks.

Logistische Aspekte:

 

Aktuelle Situation

geplante Anlagen bis Ende 2009

Anreise und Transport

Einfache Anfahrt über die Küste und von Libreville

keine

Infrastruktur

derzeit ist vor Ort keine Infrastruktur vorhanden

grundsätzliche Infrastruktur und touristische Anlagen

Personal

ein Parkwächter, sonst kein weiteres Personal vor Ort

Basispersonal für die Betreuung der Besucher

Derzeitige Partner:  ENEF, CADDE, ASF, WCS.
 

Gegenwärtige Finanzierungsquellen:

Wirtschaftliches Potential: Der Park befindet sich an der Küste von Libreville, wodurch die Anreise für die Besucher einfach ist. Attraktionen sind Zugvögel, Meerschildkröten, Mangroven usw. Die Sportfischerei, die touristische Infrastruktur und Partnerschaften mit dem privaten Sektor werden ausgeweitet. Der Park wird umwelttechnisch erschlossen, damit die Krabbenfischerei außerhalb des Parks industriell genutzt werden kann.

Ziele der Parkleitung: Einstellung von Verwaltungspersonal für den Park; Abgrenzung des Parks; Systematisierung der Verzeichnisse des ENEF, CADDE und anderen Partnern; Verständigung mit den Fischern und den Anwohnern; Durchführen von verbesserten landwirtschaftlichen Projekten (IGAD); Einrichten und Ausbauen des Ökotourismus in Abstimmung mit dem privaten Sektor; Erstellen eines Plans der Anlagen; Ausbau der Belegschaft.

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